Die Welt der Zinsen verstehen
Zinsen spielen eine zentrale Rolle bei jeder Form der Geldanlage. Sie entscheiden darüber, ob sich investiertes Kapital im Laufe der Zeit vermehrt, seinen Wert erhält oder durch Inflation an Kaufkraft verliert. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, sollte daher verstehen, wie stark Zinsen die Entwicklung einer Geldanlage beeinflussen.
Zinskonzepte
Zinskonzepte einfach erklärt
Nicht jede Zinsangabe hat dieselbe Bedeutung. Unterschiedliche Zinsarten zeigen, wie Renditen tatsächlich entstehen, welche Kosten und Einflüsse berücksichtigt werden und wie vergleichbar verschiedene Geldanlagen wirklich sind. Die richtige Einordnung der Zinsarten ist daher entscheidend, um fundierte und realistische Anlageentscheidungen zu treffen.
Nominalzins
Der Nominalzins ist der auf dem Wertpapier angegebene Zinssatz. Er gibt an, wie viel Zinsen pro Jahr auf den Nennwert gezahlt werden, berücksichtigt jedoch weder den Kaufkurs noch Kosten, Steuern oder Inflation.
Reale Verzinsung
Die reale Verzinsung gibt an, wie sich der tatsächliche Wert des angelegten Geldes entwickelt. Sie entsteht, indem von der effektiven Verzinsung die Inflationsrate abgezogen wird, und zeigt somit den realen Kaufkraftgewinn oder -verlust.
Effektive Verzinsung
Die effektive Verzinsung berücksichtigt neben den laufenden Zinsen auch den Erwerbskurs der Anlage. Dadurch zeigt sie genauer, wie hoch die tatsächliche Rendite ist, wenn das Wertpapier nicht zum Nennwert gekauft wurde.
Laufende Verzinsung
Die laufende Verzinsung beschreibt die jährliche Zinszahlung im Verhältnis zum tatsächlichen Kaufpreis der Anlage. Sie zeigt, wie hoch die laufenden Erträge im Vergleich zum eingesetzten Kapital sind, lässt aber Kursgewinne oder -verluste außer Acht.